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Schönen guten Tag.

Willkommen auf meiner Spielwiese. Mir ist gegeben hier zu arbeiten. Setzen Sie sich doch erstmal...
Gästebuch.
Griechenland... oder so...

Wie ihr vielleicht erkannt habt ist dies mein bisher leicht minderwertiger Weblog.
Leider habe ich derzeit mein Notizbuch so gut vor fremden Augen versteckt, dass ich es selbst nichtmehr auffinden kann, und werde euch deshalb vorerst nur mit spontan verfassten Texten den langweiligen Tag versüßen.

Wenn ich jemals Lust dazu habe, kriegt die Datenbank vielleicht auch einwenig Kunst von mir zu spüren.

*macht das Victory-Zeichen, dreht sich stilistisch korrekt um 180° und verlässt pfeifend den Raum*
15.1.08 21:39


Badewannen-Soldat

Als kleiner Mann ist mensch, wer hätte es gedacht, des öfteren sehr vernarrt in die Vorstellung von Krieg und anderen "Konfliktlösungs-Methoden" mit schwerem Geschütz.
Auch mich ritt dieser Rausch fast meine ganze Kindheit. Ich konnte Stunden in meinem Zimmer verbringen und aus meinen Lego-Steinen Lager bauen, kleine Figürchen mit Waffen und Rüstungen ausstatten und mir Geschichten dazu ausdenken. Oft spielte ich auch gemeinsam mit Freunden "Weltgemeinschaft", obwohl es beim ganzen nur darum ging, dass jeder dem anderen seine Forderungen aufdrücken möchte. Meistens endete das ganze darin, dass man sich gegenseitig darüber anschreit, ob denn der Säbel des Piraten wirklich Funken sprüht und Meteoriten abwehren kann oder ob er schon lange vorher durch Gift von einer unsichtbaren Geheimfigur gestorben ist.
Mir kam es, um mal fortzufahren, bei dem Ganzen sehr auf die Atmosphäre an, und somit bemühte ich mich immer um richtiges Licht und um passende Hintergrundgeräusche. Die Beschaffung der Geräuschkulisse nahm meist sogar mehr Zeit in Anspruch als das Bauen der riesigen Welten selbst. Stunden um Stunden durchwühlte ich einen Kellerraum nach dem anderen. Meine Mutter zog mich oft genug aus irgendwelchen Schuppen in denen die Luft schon nach Asbest schmeckte...

Einmal, ich ließ gerade Lord Frozkit, Anführer der Sternflotte Frankental, mit Kaiser Prulitur, Herrscher der sich ausschließlich von Wein und Fröschen ernährenden Pruliturianer, einwenig über Frieden verhandeln, als ich für mein pseudo-schizophrenes Ego eine kleine Überraschung aus dem Schrank holte. Ich erinnerte mich an all die Kriegsfilme, die ich gesehen hatte und versetzte mich ganz tief in diese hinein. Mein Vater hätte mich umgebracht, wenn er gewusst hätte, dass ich seine alte Schreibmaschine mit meinen kleinen Stümper-Fingern, größtem Enthusiasmus und dazu auch noch schlechtem Drama vergewaltigte. Das metallische Klicken der Tasten formte die kleinen Polypropylen-Männer in meinem Kopf zu wirklichen Wesen. Ich erinnere mich genau: Sie hatten alle Narben im Gesicht und schafften es irgendwie alle unglaublich cool zu gucken, während sie sich gegenseitig umbrachten. Die Friedensverhandlungen waren nicht sehr fortgeschritten, wisst ihr...
In jedem Platoon gab es mindestens einen Kerl, der irgendwelche Organe seiner Feinde sammelte und sie sich an seine Uniform nähte. Ich weiß jetzt ganz sicher, dass ich damals wie heute zu viele schlechte Action-Filme sehe und gesehen habe!
Das was ich euch hier in Bruchstücken erzähle und was ich auf dem teuren Druckpapier meiner Eltern, mit mehr Rechtschreibfehlern als Wörten, dokumentierte, ist wohl die schönste Zeit meines Lebens gewesen. Gibt schon komische Dinge, was?
15.1.08 22:43


Weblog

Das schwierigste am Bloggen, wie es mir derzeit sehr intensiv den Geist zertrümmert, ist die Überwindung sich nicht für alle den Blödsinn zu schämen, den man schreibt. Wer liest denn Texte wie diese, die davon handeln, dass ich eine Schreibblockade habe? Liedtexte und Gedichte sind oft viel zu persönlich und legen auf vielerlei Arten und Weisen Persönliches frei. Ich will hier nichts Persönliches äußern und bin mit der Einstellung auch so ganz zufrieden. Warum? Vielleicht weil ich ein politisch zerschlagener selbst ausgerufener Irrer bin, der denkt, dass die Männchen in seinem Kopf nicht mehr wissen müssen als sie es sowieso schon aus seiner Datenbank gelesen haben. Nunja... nicht ganz. Ich bin vor allem anderen ein Künstler, der zwar versucht seine Innerlichkeit über seine Fähigkeit nach außen darzustellen, aber niemanden diese Innerlichkeit so schnell begreifen lassen will. Sozusagen ein introvertierter Pantomime, der sich eigentlich nur für seine riesige Extraversion schämt.
Letztendlich habe ich wie gesagt einfach genau zum richtigen Zeitpunkt mein Gedankenbuch verlegt und rede mir ein ohne dieses nichts zu Stande zu bringen.

Sind es eigentlich Selbstgespräche, wenn man so redet als hätte man eine riesige Gruppe von Wesen, die sich regelmäßig die eigenen Texte durchlesen, aber es in Wirklichkeit nicht so ist?

*lächelt, legt den Stift zur Seite und einen Grashalm auf seine Schnauze*
17.1.08 01:08


An die Großeltern...

"Ich wünsche frohe Feiertage...

...nachträglich!

Als ich eure schön winterliche Karte von meinem Erzeuger mit dem vielen Geld erhielt, für die ich mich sehr herzlich bedanken möchte, fiel mir gleich ein, dass ich euch lange weder geschrieben noch euch angerufen habe. Darauf bemerkte ich, so klug wie ich bin, sofort den Grund dafür, nämlich jener, dass ich jetzt nunmal ein viel beschäftigter, junger Mann bin.

Auf Grund dessen wiederum kaufte ich mir von den 50€ sofort einen Terminkalender und habe ganz dick zu den Notizen geschrieben, dass ich euch bis zum nächsten Wochenende anrufen werde.

Von diesem konsequenten, aber leider sehr langwierigen, Gedanken- und Tätigkeits-Ablauf, der bis heute angedauert hat, bin ich in diesem Moment immer noch ausgesprochen überzeugt und ich habe weder den Terminkalender verloren, noch habe ich vergessen mich regelmäßig in diesem Kalender über die terminreiche, derzeitige Situation aufzuklären.

Ich habe in diesem Jahr viele neue Projekte angefangen von denen ich euch gerne erzählen würde. Leider ist all dies so komplex und riesig, dass ich dazu eine zweite e-Mail bräuchte, die mit der Bezeichnung "Suburban Wave Of Freakin' Lyric, Drama or Pop-Music" sehr gut umschrieben werden könnte.

Grüßt die Cousins und Cousinen!
Vielen Dank nochmal!
Bis nächste Woche am Telefon!

Beigelegt sind liebe und jugendliche Grüße des Enkelsohns!"
17.1.08 22:29


Herzchen...

Wie mensch Männer so einschätzt dürfte den meisten klar sein.

Ich möchte nicht lange drum herum reden:

Mein letztes Layout gefiel mir sehr... bis zu dem Zeitpunkt, der seinen Einsatz begleitete.
Ich hab nichts gegen Herzen, auch nicht wenn sie blau sind und anatomisch unkorrekt dargestellt werden. Ich bin nur leicht verwundert darüber, dass der Titel dieser Komposition aus Kontrasten, "Heaven and Hell" genannt worden ist. Zumindest glaube ich mich daran zu erinnern, dies gelesen zu haben als ich die Natur-Layouts durchblätterte.

Schließlich könnte man nahezu philosophische Debatten allein über die Aussage des gesamten Schemata führen! Ob dies im Sinne des Künstlers wäre wage ich zu bezweifeln. Deswegen lass ich das jetzt auch und suche weiter nach Layouts.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

P.S.: Dadurch, dass ich keine Tags anlege, besuchen mich nur Leute, die zufällig durch wildes Wühlen auf mich stoßen, wodurch die Chance geringer wird, dass jemand auf mich trifft und dadurch hab ich wiederum die Möglichkeit einen viel spezielleren Kreis von Blogger-Bekannten zu erhalten, nicht?

*lacht schallend und geht ins Bett*
17.1.08 23:44


6-Minuten-Text

Ich muss in sechs Minuten aus meiner Herrberge verschwunden sein, um an einem anderen Ort zu einer abgesprochenen Zeit wieder aufzutauchen. Viel Zeit ist das nicht, aber ich tippe ja schon so schnell ich kann...
Ich bin übrigens bei meiner zuerst gewählten Gestaltung geblieben, weil mir sonst nichts gefiel. Eigentlich ist es ja ganz schick, oder?

Heute werde ich eine Dichterschlacht besuchen. Interessante Sache sowas. Muss man sich mal angetan haben! In Hamburg habe ich mal bei was ähnlichem mitgemacht und gewonnen. Das ist mir heute noch unangenehm, weil ich zwar so rede, wie ich schreibe, nur dabei aber dauernd kichere und den Laut "Ähm..." in jeder Sprechpause mindestens dreimal von mir gebe.

Zwei Minuten noch. Ich bin zu langsam. Die mich verstümmelnde Zwangsneurose scheint da einen großen Anteil dran zu haben. Ich versuche die ganze Zeit nicht meine Formulierungen zu verbessern. Eigentlich brauche ich für so lange Texte Stunden. Schrecklich.

Eine Minute.
Ich wünsche viel Glück auf allen Wegen und viel Spaß beim Kartoffeln Pflücken!

*verbeugt sich, schließt das Fenster und wird dann wohl aus der Eingangstür stürmen*
18.1.08 15:01


Halb sechs...

Es war halb sechs
Als mensch sich hätte
Regen sollen.

Ein Wort zum Sonntag
An einem Samstag
Wäre jetzt durchaus
Angebracht.

Wort,
Das gab es schon,
Wenn doch auch nur
Mit jenem dunklen Unterton,
Keiner göttlichen Spur.

Verschwunden sein
Ist Heute halb sechs!
Denn wer leidet
Und gelitten,
Der wird nichts Gutes,
Höchstens
Bestritten...

So starrt mensch in die Luft
Während...
Halb sechs ist zu lang vorbei.
19.1.08 01:03


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